Flügel und Zubehör
Die Constellation sollte das Verkehrsflugzeug werden, das am höchsten flog, die grösste Reichweite hatte und die grösstmögliche Geschwindigkeit erreichte. Um all dies zu erreichen mussten die Ingenieure von Lockheed einige ungewöhnliche Ideen umsetzen. Das Besondere an den Flügeln ist, dass die vom Jagdflugzeug P-38 übernommen und entsprechend vergrössert worden sind. Die Connie ist also, was die Flügel angeht, ein Passagierflugzeug mit den Eigenschaften eines Jagdflugzeugs. Auch das Seitenleitwerk erinnert an die P-38.
Lockheed P-38
Eine kleine Liste der Teile im und am Flügel:

1 - Hydraulikeinheit des Querruders (Aileron Booster) 2 - Treibstoffablass Tank 3A (Fuel Chute) 3 - Primärer Wärmetauscher der Klimaanlage 4 - Kühleinheit der Klimaanlage 5 - Sekundärer Wärmetauscher 6 - Mittlerer Treibstofftank (Nr.5) 7 - Mittlere Luke zum Gepäckraum 8 - Hydraulikeinheit des Höhen - und Querruder 9 - Kabinenheizung 10 - Treibstofftanks 11 - Hydraulikeinheit des Querruders (Aileron Booster) 12 - Kompass des Kopiloten 13 - Kompass des Piloten 14 -Treibstoffablass Tank 2A (Fuel Chute) 15 - Brandschutz Dichtung 16 - Brandschutz-Wand 17 - Kompressor der Druckkabine (Cabin Supercharger) 18 - Einklappbarer Landescheinwerfer 19 - Lufteinlass des Oelkühlers 20 - Kompressor der Druckkabine (Cabin Supercharger) 21 - Enteisungs-System an allen Flügelvorderkanten

Und so wird getankt....

Rund 24000 Liter Flugbenzin haben in den Tanks platz. Da es heutzutage keine Grossflugzeuge mit Kolbenmotoren mehr gibt, gibt es auf den Flugplätzen auch keine Grossen Tankwagen mehr für Flugbenzin, für die kleinen Sportflugzeuge reicht normalerweise ein kleiner Tanklaster.

So kommt es, dass unser grosses Flugzeug mit der gleichen Zapfpistole, die sich übrigens nicht von denen an der Autotankstelle unterscheidet, betankt werden muss wie die kleinen. So kann es vorkommen, dass man lange Zeit in Kauerstellung auf dem Flügel verbringt. Tipp: Handschuhe mitnehmen, der Sprit ist eiskalt.

Noch etwas komplizierter war es allerdings für den Tanklastwagenfahrer in Neufundland. Um die Maschine für den Atlantiküberflug voll zu tanken musste er seinen Tanklaster dreimal auffüllen... das Problem war nur, dass das Tanklager ca. 300km vom Flugplatz entfernt war. Der arme Kerl war folglich 2 Tage lang am hin und herfahren. Ich nehme an, diese Geschichte wird er noch seinen Enkeln erzählen.